Rpottmarsch 2022

Moin,

Ruhrpott Marsch Hitze vs. Welle
Tag 1
Der Ruhrpott Marsch ist ja traditionell die Vorbereitung für die 4Daagse. Aber es ist für mich auch immer ein Ausflug in die alte -temporäre- Heimat. Die Ecke um den Baldeney See hab ich drei Jahre lang mit Inlinern verunsichert.
Egal. Ich war wieder hier und lag im Volvo als ich operative Hektik vernahm. Ein Blick auf die Uhr zeigte es ist erst 6:00. Ich wollte eh aufstehen um die Zeit und kuckte kurz mal was los ist. Start. Die starten schon. Ach zu liebes bisschen. Also fix selbst in den Wander Dress geworfen. Rucksack war schon gepackt. Kurzes Hallo bei Chris. Start vorverlegt wegen Wetter was? Yepp. Alles klar. Dann mal los. 6:20 ca. war ich auf der Strecke.
Den Tag 1 kannte ich von der Strecke schon. War die letzten Jahre auch immer so. Was bedeutet, die fiesen Bergkuppen ohne Schatten zwischen Feldern, die kommen wenn der Backofen an ist. Erstmal schattig und kühl an der Ruhr längs. Dann am Stausee. Danach den ersten Hügel hoch. Oben gibt es Futter. Diesmal waren wieder die Vögel in Tarnklamotten mit dabei. Ich bin sogar ne Zeit mit einem General zusammen gewandert. Hab ich aber erst gerafft als bei der ersten Verpflegung plötzlich die dort anwesenden Tarngesellen alle haken zusammen und Salutiert. Als Zivi kennt man die Zeichen nicht so. Ok, also die waren dabei und so hatten es dicke Laster, fette Zelte und jede Menge Futter. Wir Zivilisten hatten aber unseren eigenen kleinen Stand.
Dann kamen die freien Felder. Die Sonne hatte schon vorgelegt. Es waren locker über 30 Grad. Ich mag das ja. Man ist sich sicher zu kalt wird es nicht mehr. Ok, Hitzeklaps und Schüttelfrost wären wohl möglich.
Bei einer der nächsten dicken Versorgungstationen der BW lagen dann auch einige schon auf der Liege und die Infusion floss in die Adern. Am Abend hieß es dann 8 Ausfälle aus medizinischer Sicht hätte es wohl gegeben. Ja es war warm
Ich aber stapfte weiter und war genervt. Ich dachte an einer Stelle käme ein Kiosk. Da war aber ein Friseur. Wo es halt kein Eis zu kaufen gibt. Wollte den schon anmeckern, dass er den Kiosk verdrängt hatte. Aber mein Fehler der Kiosk kam an einer ähnlichen Ecke, aber halt später. So kam dann das Eis doch noch in meine Bauch. War lecker.
Endlich dann der Schwenk zurück auf die alte Bahnstrecke. Jetzt noch wenige Meter und die ersten 40+ Km waren gewandert. Im Ziel lecker Kuchen und Kaffee gegen ordentliche Spende, dann alles was wir da so zahlen/Spenden kommt dem Ronald Mc Donald Haus dort im Hundert Wasser Haus zu gute.
In den Volvo konnte ich noch nicht. Der Stand in der Sonne. Mehr als 60 Grad kann mein Thermometer nicht. Und das war am Anschlag. Ach ja, Temperatur. Im Ziel hatte Chris ein Messgerät liegen. 38 Grad. Es war also offiziell warm. Irgendwann bin ich dann doch in die Volvo Sauna. Nächster Tag sollte es wieder um sechs losgehen.
Tag 2

Wecker um 5:30 und wieder überrascht mich Hektik vor der Tür. Also erneut blitz Start. Und diesmal dann um 5:45 auf der Strecke. Das sollte sich noch rächen. Aber das später.
Es war herrlich frisch und so ging es zunächst lange auf der alten Bahnstrecke lang um dann später endlos an der Ruhr so verlaufen. Kleiner Abstecher durch ein Wohngebiet, damit der Hügel nicht umsonst da war.
Erste Futter und Stempel Station. Also theoretisch. Durch meinen frühen Start war noch niemand da. Aber die BW halt schon. Also da schnorren gegangen.
Am Ende der Ruhr kommt ein Parkplatz. Da gab es erneut Futter. Aber nicht für mich. Die BW dort wollte mich nicht schnorren lassen. Jetzt nur noch bergauf bergab. Den Teil kannte ich auch von vor einigen Jahren. Bei der zweiten Kuppen dann aber die Überraschung. Da ging es anders weiter. Noch ein paar Kuppen mehr.
Irgendwann dann endlos runter nach Kupferdreh und erneut am Baldeney See entlang. Anderes Ufer allerdings. Und aber der Motorrad Kneipe dann auch noch mal hoch auf eine kleine Kuppe.
Dann über das Sperrwerk. Zum ersten Mal leise für mich. Damals mit den Inliner hat das auf dem Lochblech immer übel gerattert. Diesmal flüsterleise. Auch mal nett. Villa Hügel. Da ging es jetzt hinauf. Der letzte echte Anstieg. Interessant was der Typ sich da für ein Anwesen hin gedonnert hat. Die Ausbeutung macht es möglich.
Im Ziel sah ich dann noch alte Bekannte wieder. Das ist ein wirklich netter Teil dieser Sport Wanderungen. Man kennt sich irgendwann. Für mich folgte dann noch die Fahrt nach Hamburg. Was nach 9 Stunden wandern durchaus nochmal eine Herausforderung war.



Danke Chris für die tolle Orga!